Bedienung

Die Bedienung von Digitalkameras kann ganz einfach sein, und damit meine ich nicht die Kamera einfach in den Automatikmodus zu schalten.

Wenn man die Grundfunktionen Blende, Blichtungszeit, Belichtungkorrektur, ISO-Einstellung, AF-Messfeld und Belichtungsart verstanden hat, macht es natürlich mehr Spass damit zu experimentieren wenn diese Funktionen schnell verstellbar sind. Das Einstellen der Blende und Belichtungszeit, die Belichtungskorrektur und der ISO-Wert können meistens relativ einfach geändert werden. Die anderen Funktionen sind leider oft in Menüs versteckt und nur umständlich zu erreichen.

Erschwerend kommt hinzu das die Kameras immer mehr Funktionen bieten. Video und Panaorambild sowie diverse Automatiken sind hier nur als Beispiel genannt.

Ich bin noch in "Analogzeiten" groß geworden. Dort war eine Kamera mit Belichtungs und Zeitautomatik schon Luxus. Später kam noch die Pogrammautomatik dazu. Und eigendlich reichen mir diese Funktionen heute noch.

Minolta D7

Das Bedienkonzept der analogen Minolta Dynax 7 zählt für mich zu den besten überhaupt. Alle Einstellungen, Belichtungszeit, Belichtungskorrektur (auch für den Blitz), AF-Messfeldmodus und Auswahl, Belichtungsmessung, Serien- Einzelbild sind über einzelne Tasten oder Drehschalter einstellbar. Alle Einstellungen werden zusätzlich auf dem Display angezeigt. Einfach genial.

Minolta D7D

Die konsequente Weiterentwicklung des Bedienkonzepts der analogen Dynax7. Alle Funktionen wie gehabt, ergänzt um Schalter für den Weissabgleich (Oberseite), die ISO-Einstellung und Schaltern für die Wiedergabe und das Löschen von Dateien.

Für mich die beste digitale Kamera ever.

Sony Alpha 700

Der Nachfolger der D7D kam schon unter dem Namen Sony auf den Markt.

Das Bedienkonzept wurde verändert. Außer dem Knopf für die Wahl der Belichtungsmessung und dem Drehrad auf der Oberseite für die Wahl des Programms werden alle Funktionen über die FN-Taste und dann mit der Auswahl im Menü mit dem kleinen Joystick geändert.

Hier hat man dann zusätzlich direkt Zugriff auf Bildqualität, Speichermodus, Dynamikoptimierung  und Farbraum.

Mir persönlich gefällt haptisch die Einstellung über Schlater und Knöpfe besser, aber die schnelle Auswahl der gewünschten Einstellung über den Joystick und die Änderung mit dem Drehrad funktioniert problemlos.

Sony Alpha 850

Die Bedienung unterscheidet sich nicht von der A700. Auf der Oberseite der Kamera werden in einem Zusatzdisplay Belichtungszeit und Blende angezeigt.

Sony Alpha 77

Die A77 verfolgt das gleiche Konzept wie die A700/850, d.h. über die FN-Taste kann mit dem Joystick der Wert angewählt werden der mit dem Drehrad verändert werden soll.

Durch den Live-View, der wegen des OLED-Suchers immer aktiv ist, sind die Auswahlmöglichkeiten am rechten, bzw linken Rand des Monitobildes eingebelndet. Zusätzlich gibt es viele neue Funktionen, wie zum Beispiel Kreativpogramme die nur mit der FN-Taste erreicht, bzw. Angewählt werden können.

Im Fotomodus M, A, S oder P ist die Bedienung in Ordnung, insgesamt aber für mich als Fotograf etwas überfrachtet.

Ein großer Vorteil soll aber nicht unterschlagen werden. Durch den OLED-Sucher können alle Funktionen ohne absetzen der Kamera direkt im Sucher eingestellt werden.

Sony Alpha 200

Die Kamera hat Tasten zum Einstellen der Belichtungskorrektur, des ISO-Wertes und eine Taste zum speichern der Belichtungswertes. Dazu noch das Programmdrehrad. Alle anderen Einstellungen werden auch über die FN-Taste angewählt. Im Gegensatz zur A700 kommt man damit aber nicht in die Übersicht sondern in ein einfaches Menü. Dies ist wohl ein Zugeständnis für die Zielgruppe dieser Einsteigerkamera von 2009.

Sony Alpha 230

Auf Einsteiger ausgerichtet ist auch die Bedienung der A230. Im Gegensatz zur A200 fehlt der Schalter zur Speicherung des Belichtungswertes. Der Steady Shot kann nicht mehr abgeschaltet werden. Hilfreich ist die Darstellung des Zusammenhangs von Belichtungszeit und Blende. Über die Wippe können ISO, Blitzmodus und Serienbils angewählt werden. Außerdem blendet die Kamera auf Wunsch für die verschiedenen Funktionen Hilfetexte ein.

Einige Funktionen wie z.B. eine Ablendtaste stehen allerdings nicht zur Verfügung.

Sony NEX-3

Bei der NEX-3 sind alle Funktionen nur noch über Menüs erreichbar. Die beiden Tasten rechts neben dem Display haben in jedem Untermenü andere Funktionen.

Eigendlich können alle Einstellungen, wie z.B. Messfeld, Focuspunkt, ISO-Zahl oder Belichtungprogramm geändert werden.

Die Bildqualität ist über alle Zweifel erhaben, schnelle Einstellungsänderungen sind aber nicht die Stärke der NEX. Das hat zur Folge das ich meistens, sehr guten, im Automatikmodus fotografiere.

Hilfetexte stellt die NEX-3 wenn gewünscht zur Verfügung.

Sony NEX-3N

Die Bedienung der NEX-3N ist fast identisch mit der NEX-3. Über das Drehrad kann allerdings der ISO-Wert immer direkt angewählt werden.

Auch hier gibt es auf Wunsch Hilfetexte.

Sony Alpha 3000

Die Bedienung der A3000 ist wie bei der NEX-3N. Belichtungskorrektur, Serienbildmodus und ISO-Wert können mit dem Drehrad auf der Rückseite  direkt angewählt werden. Auf der Oberseite ist ein Drehrad zur Programmauswahl.

Die meisten Einstellungen verstecken sich aber in den diversen Menüs.

Sony HX 60

Die Bedienung der Kompaktkamera HX60 ist der Bedienung der Alpha 3000 ähnlich. Ein Drehrad für die Programmauswahl und viele Fuktionen in den Menüs. Zusätzlich besitzt die HX60 aber ein weiteres Drehrad für die Belichtungkorrektur. Die Ansicht des ersten Menüs kann direkt als Liste oder mit Icons (siehe Foto) angezeigt werden.

Die Bedienung ist für eine Kompaktkamera gut und es gibt fast alle Einstellmöglichkeiten einer Spiegelreflex oder NEX. Die Kamera kann leider keine RAW-Dateien speichern und der kleine Sensor begrenzt das Spiel mit der Tiefenschärfe.

"Jeder weiß, daß die Marke der Schreibmaschine nichts mit der Fähigkeit zu tun hat, einen fesselnden Roman zu erschaffen, obwohl eine bessere Schreibmaschine das Tippen etwas angenehmer macht. Also warum glauben so viele anderweitig vernünftige Menschen, daß die Kamera, oder genaue Kenntnis über Verschlußzeiten, Objektivbau oder Kameratechnik irgendwas mit der Fähigkeit zu tun hat, ein interessantes Foto zu schaffen, und nicht damit, die Bequemlichkeit des Fotografen zu verbessern?“

Ken Rockwell

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