Sony Alpha 3000

Bei der NEX-3 hat mich der fehlende Sucher ab und zu gestört. Eine Lösung war die Alpha 3000. Mittlerweile ist die A3000 wegen ihrer kleinen, Abmessungen und dem geringen Gewicht auf Reisen die erste Wahl. Bei der Bildqualität geht man keine Kompromisse ein. In Lissabon, Peking, Hongkong und Havanna hat sich die Kamera bewährt. Im Vergleich zu NEX-3 ist die Bildqualität nicht nur aufgrund der höheren Auflösung besser. Die High ISO Bilder sind nochmals besser, obwohl ich hier keinen Handlungsbedarf gesehen hätte. Die Bedienung der Programmwahl über ein Einstelldrehknopf ist einfacher als bei der NEX-3. Alle Anderen Einstellungen sind analog zur NEX-3. In den Kreativprogammen lassen sich nun einige Einstellungen zusätzlich vornehemen, z.B. Sättigung, Schärfebereich. Insgesamt ist die Benutzerführung wie bei der A230 und der NEX-3 auf Einsteiger zugeschnitten.

Leider ist die Auflösung des Displays und die fehlende Klappbarkeit ein Rückschritt zur NEX-3. Der Sucher ist sehr klein und reicht gerade zum Wählen des Bildauschnitts. Leider muss er auch manuell ein- und ausgeschaltet werden. Eine Beurteilung der Bildschärfe ist weder über das Display noch über den Sucher befriedigend möglich. Am Computer entsprechen die Ergebnisse den Erwartungen und die Bilder bestechen durch eine grandiose Bildqualität.

Die A230 hat im Vergleich einen wesendlich besseren Sucher und ist auch beim Einschalten schneller, erreicht aber durch den "alten" 10 Mio Pixel CCD bei ISO-Werten über 200 bei weitem nicht die Bildqualität der A3000.

Die A3000 ist mit dem kleinem 18-55mm Objektiv zu groß für die Jackentasche und übertrifft mit dem 16-105mm die Größe gängiger  Einstieg-DSLR´s.

Die Kamera liegt, trotz der kleinen Abmessungen, gut in der Hand und das Kunststoffgehäuse ist, im Verhältnis zum Preis, gut verarbeitet. Da ich noch das SEL 18-55 Objektiv hatte brauchte ich zunächst nur den Body. Trotzdem habe ich das Objektiv gegen das SEL 16-105 getauscht. Die Bildqualität ist damit kasse und der größere Brennweitenbereich macht die Kamera sehr flexibel. Wenn das 16-105 zu groß ist habe ich alternativ noch eine 30mm oder 19mm Festbrennweite von Sigma. Damit wird die Kamera klein und leicht besticht durch eine excellente Bildqualität.

Leider hat Sony mit der Kamera viel Potential verschenkt. Haptisch ist für mich die A230 die bessere Einsteigerkamera. Die Alpha 3000 bietet allerdings eine überragende Bildqualität zu einem super Preis. Bei der hardwareseitigen Ausstattung muss man jedoch Kompromisse machen. Für mich ist die Kamera ein guter Begleiter auf Reisen. Ein besserer Sucher und ein besseres Display wären aber wünschenwert.

Sony Alpha 3000 - f 4 - ISO 100 - 1/200s - 30mm

Beispielbilder

Testfazit dkamera

"Gelobt werden muss die Sony Alpha 3000 für ihre gute bis sehr gute Bildqualität. Die Bilder zeigen nicht nur viele Details sondern auch das Rauschen hält sich absolut in Grenzen. Auch die Sensoren deutlich teurerer Modelle sind hier nicht besser. Gemessen am Preis fällt also die Bildqualität ohne Frage exzellent aus. Ebenfalls gut ist die Bildqualität im Videomodus, auch wenn die Digitalkamera hier "nur" 50 Halbbilder pro Sekunde bei Full-HD-Auflösung im AVCHD-Format aufzeichnen kann."

"Wer sich hauptsächlich eine gute bis sehr Bildqualität wünscht und auf einen guten Sucher, ein gutes Display sowie viele Direktwahltasten verzichten kann, wird mit der Sony Alpha 3000 (Praxis) ohne Frage glücklich werden. Gerade das sehr niedrig aufgelöste Display und der kleine Sucher sind allerdings Einschränkungen, die unbedingt vor dem Kauf selbst in Augenschein genommen werden sollten."

"Jeder weiß, daß die Marke der Schreibmaschine nichts mit der Fähigkeit zu tun hat, einen fesselnden Roman zu erschaffen, obwohl eine bessere Schreibmaschine das Tippen etwas angenehmer macht. Also warum glauben so viele anderweitig vernünftige Menschen, daß die Kamera, oder genaue Kenntnis über Verschlußzeiten, Objektivbau oder Kameratechnik irgendwas mit der Fähigkeit zu tun hat, ein interessantes Foto zu schaffen, und nicht damit, die Bequemlichkeit des Fotografen zu verbessern?“

Ken Rockwell

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