Praktika LTL

Meine Praktika LTL habe ich auf dem Flohmarkt gefunden. Sie ist eine Kamera aus der ersten Generation die mit ca. 1,1 Mio Stück von 1970 - 1975 hergestellt wurde. Insgesamt wurden über alle Varianten ca. 9 Millioen Praktikas der L-Serie hergestellt.

Die Kamera war damals technisch auf der Höhe der Zeit. Die Praktika L Serie war die erste Praktika mit Stahllamellenschlitzverschluss und neuem Gehäuse. Das Spitzenmodell der L-Serie war 1969 weltweit die erste SLR-Kamera mit elektrischer Übertragung des Blendenwertes und TTL-Messung bei Offenbende. Das Gehäuse wirkt auch heute noch sehr robust und gut verarbeitet. Die hochwertige Verchromung erweckt den Eindruck eines Metallgehäuses. Die Deckkappen und Bodenplatten) bestehen aber aus Kunststoff, nur durch das Verchromen entsteht auch haptisch ein Gefühl von Metall.

Die Kamera besitzt ein M42 Gewinde um die Objektive wechseln zu können und einen intrgierten Belichtungsmesser mit Batterie. Die mittlerweile wegen Umweltauflagen nicht mehr lieferbare Orginalbatterie kann problemlos gegen neue Typen getauscht werden, die höhere Spannung (1,5 statt 1,35V) ist durch die Brückenschaltung kein Problem.

Meine Kamera besitzt, wie die meisten aus der Serie, ein mechanisches Vorlaufwerk für den Selbstauslöser. Als Objektive habe ich zur Zeit 35mm, 50mm und 135mm als Festbrennweiten.

Beispielfotos

"Jeder weiß, daß die Marke der Schreibmaschine nichts mit der Fähigkeit zu tun hat, einen fesselnden Roman zu erschaffen, obwohl eine bessere Schreibmaschine das Tippen etwas angenehmer macht. Also warum glauben so viele anderweitig vernünftige Menschen, daß die Kamera, oder genaue Kenntnis über Verschlußzeiten, Objektivbau oder Kameratechnik irgendwas mit der Fähigkeit zu tun hat, ein interessantes Foto zu schaffen, und nicht damit, die Bequemlichkeit des Fotografen zu verbessern?“

Ken Rockwell

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© Michael Calcada, Springe