Praktika Super TL 1000

Die Praktika Super TL 1000 wurde zwischen 1980 und 1986 ca. 400.000 mal gebaut. Sie gehört zur L-Serie die auch als dritte Generation bei Praktika bekannt ist. Zur zeitgleich produzierten MTL unterscheidet sie sich durch den fehlenden Selbstauslöser und sie hat keine Anschlussbuchse für einen externen Blitz.

Die L-Serie war bei ihrem erscheinen 1969 technisch auf der Höhe der Zeit. Die letzten Praktikas der L-Serie wurden 2001 produziert. Die L Serie war die erste Praktika mit Stahllamellenschlitzverschluss und neuem Gehäuse. Das Spitzenmodell der L-Serie war weltweit die erste SLR-Kamera mit elektrischer Übertragung des Blendenwertes und TTL-Messung bei Offenbende. Das Gehäuse wirkt auch heute noch sehr robust und gut verarbeitet. Die hochwertige Verchromung erweckt den Eindruck eines Metallgehäuses. Die Deckkappen und Bodenplatten) bestehen aber aus Kunststoff, nur durch das Verchromen entsteht auch haptisch ein Gefühl von Metall.

Die Kamera besitzt ein M42 Gewinde um die Objektive wechseln zu können und einen intrgierten Belichtungsmesser mit Batterie.

Funktionierende Praktikas der L-Serie sind auf Flohmärkten oder bei e-bay oft und billig zu finden. mein Exemplar hat 12,-€ gekostet. Mehr als 15,-€ sollte man auch nicht für ein Gehäuse ausgeben und das auch nur wenn de Belichtungsmesser funktioniert.

"Jeder weiß, daß die Marke der Schreibmaschine nichts mit der Fähigkeit zu tun hat, einen fesselnden Roman zu erschaffen, obwohl eine bessere Schreibmaschine das Tippen etwas angenehmer macht. Also warum glauben so viele anderweitig vernünftige Menschen, daß die Kamera, oder genaue Kenntnis über Verschlußzeiten, Objektivbau oder Kameratechnik irgendwas mit der Fähigkeit zu tun hat, ein interessantes Foto zu schaffen, und nicht damit, die Bequemlichkeit des Fotografen zu verbessern?“

Ken Rockwell

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