Rollei 35T

Rollei bringt Ende 1966 die Rollei 35 als  kleinste Kleinbildkamera der Welt heraus. Zusammen mit der später gebauten Minox 35GT und Olympus XA ist sie das auch heute noch. Die Rollei 35 kann als letzter Verkaufserfolg der westdeutschen Cameraindustrie angesehen werden. Insgesamt wurden über 2 Mio. Exemplare der Rollei 35 in diversen Ausführungen produziert. Die 35 T ist mit 440000 Stck die meist verbreitete Version. In ihren Ergebnissen (Bildqualität) ist sie SLRs ebenbürtig.

Über die Bauzeit entstanden verschiedene Versionen. Die S und die T Version unterscheiden sich durch das verwendete Objektiv. Das Carl Zeiss Sonar der S ist etwas besser als das Tessar der T. Allerdings lässt auch das preiswertere Tessar keine Wünsche offen. Die größere Problematik für die Bildschärfe ist die fehlende Entfernungskontrolle. Die zweithäufigste Ursache für unscharfe Bilder mit einer Rollei 35 ist übrigens Verwacklung. Selbst mit 1/60s ist es schwer die Kamera ruhig zu halten. Das gute und sehr scharfe Objektiv macht auch die kleinsten Verwackler sichtbar.

Nachdem ich eine neue Batterie gekauft und eingesetzt habe funktioniert der Belichtungsmesser wieder. Bei der Batterie merkt man überigens das Alter der Kamera, die Orginal Batterien liefern 1,35V und dürfen wegen Umweltauflagen nicht mehr verkauft werden. Der Ersatz mit 1,5V führt zu falschen Messergebnissen bei der Belichtungsmessung. Die Lösung war für mich eine 9,-€ teure Spezialbatterie. Alternativ kann man den Belichtungsmesser auch für die neuen Batterien mit 1,5V für ca. 30,-€ einstellen lassen.  leider scheint der Belichtungsmesser nicht richtig zu funktionieren. Hier brauche ich noch einige weitere Tests.

Beispielbilder (Foto CD von Rossmann)

"Jeder weiß, daß die Marke der Schreibmaschine nichts mit der Fähigkeit zu tun hat, einen fesselnden Roman zu erschaffen, obwohl eine bessere Schreibmaschine das Tippen etwas angenehmer macht. Also warum glauben so viele anderweitig vernünftige Menschen, daß die Kamera, oder genaue Kenntnis über Verschlußzeiten, Objektivbau oder Kameratechnik irgendwas mit der Fähigkeit zu tun hat, ein interessantes Foto zu schaffen, und nicht damit, die Bequemlichkeit des Fotografen zu verbessern?“

Ken Rockwell

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© Michael Calcada, Springe