Zeiss Ikon Contaflex

Mittlerweile besitze ich einige Contaflexmodele die ich auch gerne benutze. Die Kameras verichten nach 40-60 Jahren immernoch zuverlässig ihren Dienst. Da es sich aus meiner Sicht um ganz besondere Spiegelreflexkameras handelt habe ich Ihnen ein eigenes Kapitel gewidmet.

 

Die Contaflex Familie wurde 1953 von Zeiss Ikon, mit dem neu entwickelten Compur Reflex Verschluss eingeführt. Der Contaflex Name wurde berühmt aufgrund der im Jahre 1935 eingeführten und nur ein paar Jahren produzierten, spektakulären 35-mm-Doppel Spiegelreflexkamera.

Die Zeiss Ikon AG Fabrik in Dresden wurde am Ende des zweiten Weltkrieges fast vollständig zerstört. Es wurden nur wenige Prototypen gerettet. Sowohl die Objektiv- und die Kameraproduktion musste von Grund auf in Stuttgart neu aufgebaut werden. Dies war zugleich eine große Chance für das Unternehmen völlig neue Produkte zu entwickeln. Zeiss hatte bereits in den späten 1930er Jahren das Pentaprisma Beobachtungssystem entwickelt.

Das Ergebnis der Neuentwicklung  war eine 35-mm-SLR-Kamera, mit einem Objektiv Verschluss. Die Anordnung des Verschluss im Objektiv erfordet das der Verschluss geöffnet ist um durch den Sucher sehen zu können. Um den Film nicht zu belichten muss ein zweiter Verschluss hinter dem Spiegel geschlossen bleiben. Wenn der Auslöseknopf gedrückt wird müssen sehr schnell eine Reihe von Abläufen stattfinden. Der Objektivverschluss schließt sich und die Blende wird auf den voreingestellten Wert Verschluss hinter dem Spiegel öffnet sich um den "Weg" zum Film freizugeben. Erst dann kann durch Öffnen und schließen des Objektivverschlusses der Film belichtet werden. Dieser sehr komplexe Vorgang benötigt technisch drei Auslösungen.
Der Vorteil ist eine Kompaktkamera mit Blitzsynchronisation bei allen Verschlusszeiten. Der große Nachteil dieser Lösung ist das die Linse konstruktinsbediengt nicht wechselbar sein kann. Um dies auszugleichen konnte das erste Linsenelement ab der Contaflex III wechselt werden. Es standen Linsen von 35mm bis 115mm zur Verfügung.
Als die erste Kamera 1953 auf den Markt kam war diese Lösung kein Problem. Zu dieser Zeit hatten die meisten Amateurfotografen kein Interesse ein zusätzliches Objektiv für ihre Kamera zukaufen. Mit dem Aufkommen von Spiegelreflexkameras mit M42 oder Bajonett und damit der Möglichkeit ganz Objektive zu wechseln geriet die Contaflex jedoch technisch in Rückstand den sie trotz Belichtungsautomatik, einem guten Prismensucher und einer guten Zuverlässigkeit nicht kompensieren konnte. Letzendlich bedeutete das Konzept des Objektivverschlusses 1972 das aus für die Contaflexund letztendlich auch für die Marke Zeiss Ikon.

Contaflex IV

Die Contaflex VI, wurde 1957 ins Leben gerufen, und mit einem festen Zeiss Tessar 50mm f 2,8 ausgestattet. Zur Contaflex I und III unterscheidet sie sich durch den Belichtungsmesser und eine wechselbare Frontlinse.

 

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Contaflex Super

Die Contaflex IV wurde 1958 auf den Markt gebracht. Sie wird leicht durch das Stellrad auf der Frontplatte erkannt. Die Belichtungsmesser ist im Sucher sowie auf der oberen Platte von außen sichtbar.

 

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Contaflex Super (2)

Die Contaflex Super (neu) und Contaflex Super-B sind sich sehr ähnlich Kameras. Beide haben eine neues, identisches Gehäuse-Design. Die Super (neu) wurde 1962 ins Leben gerufen. Das Blendenrad wurde vdurch einen traditionelleren Blendenring ersetzt.

 

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Contaflex Super B

Die Super-B wurde 1963 ins Leben gerufen und hat zusätzlich zur Super (2) eine Blendenautomatik.

 

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Contaflex Super BC

Die Contaflex Super-BC kam im Jahr 1965 auf den Markt. Sie war im Prinzip eine Super-B bei der der Selen Belichtungsmesser durch einen Objektiv-Belichtungsmesser ersetzt wurde. Die Kamera hat als einzige Contaflex ein Batteriefach auf der Vorderseite unten.

 

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"Jeder weiß, daß die Marke der Schreibmaschine nichts mit der Fähigkeit zu tun hat, einen fesselnden Roman zu erschaffen, obwohl eine bessere Schreibmaschine das Tippen etwas angenehmer macht. Also warum glauben so viele anderweitig vernünftige Menschen, daß die Kamera, oder genaue Kenntnis über Verschlußzeiten, Objektivbau oder Kameratechnik irgendwas mit der Fähigkeit zu tun hat, ein interessantes Foto zu schaffen, und nicht damit, die Bequemlichkeit des Fotografen zu verbessern?“

Ken Rockwell

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